Veröffentlicht von Petra Piater am So., 15. Mär. 2020 09:28 Uhr

Auf einmal hat man Zeit

Nein, bei uns Zuhause hat sich keiner angesteckt. Bisher jedenfalls. Aber soziale Kontakte müssen auch in Tirol strickt vermieden werden. Homeoffice, Vorlesungen aus dem leerem Hörsaal gestreamt - seit gestern darf sich auch keiner mehr in den Parkanlagen am Inn aufhalten. Ein Postbote, der weiter ausliefern soll, sagte vergangene Woche: "Das kleine Ding bringt das ganze Leben durcheinander." Was viele auf einmal haben, ist Zeit. Die ist sonst Mangelware. Ein Nachbar löst es schon mal pragmatisch: Ab Montag wird er mit den Kindern die Terrasse bepflanzen. Klingt nach einem bekannten Zitat: "Wenn morgen auch die Welt unterginge, ich pflanzte heute noch ein Apfelbäumchen." Unverhoffte Zeit - wer sie hat, sollte sie ruhig(!) nutzen.

Demnächst mehr zur unverhofften Entschleunigung.

Kategorien Zeitschrift Perspektiven

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