Veröffentlicht von Petra Piater am Mo., 10. Jun. 2019 09:03 Uhr

Durch die Hölle
»Geht dein Weg durch die Hölle, dann geh geradeaus durch. Halte nicht an, halte dich nicht auf. Immer geradeaus himmelwärts«, heißt es in einem Gospelsong. Die Richtung stimmt – aber ganz so einfach ist der Gang durch die Hölle oft nicht.
Krisen sind normal und gehören zum Leben/Christsein dazu. Doch sie tun weh. Sie können uns brechen, lähmen.
Darüber reden mögen wir oft nicht. Wer eine Glaubens- oder geistliche Krise hat, will nicht als »zu wenig gläubig« gesehen werden. Nur fromme Sprüche braucht man da schon gar nicht.
Aber Krisen, gerade auch geistliche, haben einen Sinn! Gott führt uns nie vergeblich oder aus Sarkasmus in Krisen. Es ist nichts verloren, wenn wir ihm unsere Liebe schenken und unsere Zweifel hinausschreien: »God wastes no hurt« Leid ist bei Gott nie verschwendet!
Krisen helfen sich Gedanken über das zu machen, was wirklich wichtig ist.

Wer todkrank wird, schätzt Freundschaften und Liebe plötzlich ganz neu. Wer die Liebe seines Lebens verliert, denkt nicht an sein schönes Auto. Alles, was wir als emotionale Narben mit uns herumtragen, macht uns an Erfahrung reicher. Es formt unsere Persönlichkeit und kann später helfen, aus eigener Erfahrung heraus andere zu tragen und zu ermutigen.
Krisen müssen kein Loch sein, in dem wir versinken. Scheitern macht gescheiter – es ist die Chance, dadurch zu wachsen: Gerade im Vertrauen auf und Glauben an Gott. Helfen wir uns gegenseitig, den Himmel im Blick zu haben, wenn es durchs Tal geht!

Herzlichst,

Petra Piater

Kategorien Zeitschrift Perspektiven