Farbenfroh
Endlich ist er da, der Frühling. Und im Gepäck hat er unendlich viele Farben. Wie durch ein Wunder fangen Bäume und Wiesen an zu blühen und das Leben wacht nach langem Schlaf wieder auf. Wenn wir nach draußen gehen und hinsehen, dann haben die frischen Farben sogar eine positive Wirkung auf unser Gemüt. Darin liegt allerdings ein Problem vieler Menschen. Sie gehen nicht raus, sie schauen nicht hin, sondern bleiben in ihren Wohnungen, ihrer gewohnten Umgebung. Und am Ende verschlafen sie all die Farben. Der Frühling ist da! Wir müssen nur hinsehen.
Ein Leben mit Gott kann man gut mit dem Frühling vergleichen. Frisch soll es sein, und bunt. Nur nicht müde und grau in grau. Und der Vergleich geht weiter: Ohne die farbenfrohe Blütenpracht wird es ja auch in der Natur keine Früchte und schließlich keine Ernte geben. Und auch ein farbloses Leben als gläubiger Mensch, also grau in grau und ohne sichtbare Freude, bringt nicht viel Frucht. Jesus hat seine Anhänger auch zu einem inneren Frühling aufgerufen: „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht“ (Johannesevangelium 15,5). Und nur wenig später in Vers 11 lesen wir: „Das sage ich euch, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde.“ Ein Leben mit Gott kann, darf und soll Freude machen und Grund genug dazu hat Gott uns selbst gegeben. Vor wenigen Wochen haben Christen auf der ganzen Welt Ostern gefeiert. Ostern ist das Fest des Lebens. Jesus Christus ist nicht im Grab geblieben. Er lebt! Diese Nachricht ist wirklich farbenfroh.
Manuel Killisch